4.48 Psychose

von Sarah Kane

DAS EINZIG DAUERHAFTE IST DIE ZERSTÖRUNG.

Wo immer wir uns aufhalten, wir sind zumindest teilweise fehl am Platz. Und keiner von uns kann sicher sein, für allemal das Recht auf einen bestimmten Platz – im Beruf, in der Gesellschaft, in der Liebe – beanspruchen zu können. 28 Jahre ist Sarah Kane alt, als sie diese Erkenntnis in ihrem letzten Drama »4.48 Psychose« während einer schweren Depression niederschreibt. Eine Suche nach Identität beginnt – in einer Gesellschaft, in der Individualismus demokratisiert wurde. Jeder kann (und muss) besonders sein. Kane macht die Schwierigkeiten sichtbar, die bei dem Versuch auftreten, sich in einer Welt, voller Angst und Orientierungslosigkeit, zurechtzufinden. Es entspinnt sich ein Drama um die Zulänglichkeit des eigenen Körpers, um Hoffnung und Verlust, um die Suche nach Liebe und um den verzweifelten Versuch die Bindung zur Welt nicht ganz zu verlieren. Eine Krankheit? Eine Rebellion? Nur weil Dinge persönlich scheinen, sind sie nicht weniger politisch, weniger sozial, weniger institutionell. Regisseur Daniel Foerster, Mitglied im REGIEstudio, hinterfragt die allgegenwärtige Anordnung »jemand zu sein«.

REGIE

Daniel Foerster

AUSSTATTUNG

Mariam Haas

Lydia Huller

DRAMATURGIE

Valerie Göhring

MIT

Maike Jüttendonk

Björn Meyer

Viktor Tremmel

Pressestimmen

Natürlich kann man »4.48 Psychose« als Terrortheater spielen, das den Zuschauer zurückstößt, in Frankfurt aber wird das Publikum aggressiv umarmt. Verstörend munter choreografiert, zeigen sie Sarah Kanes Aufforderung zum Todestanz.  Ja, das ist auch lustig, aber kaum einer traut sich zu lachen bei dieser manischen Fete der Depression.

Darmstädter Echo

Die schauspielerische Virtuosität wird auf die Spitze getrieben, darin erschöpft sich der Abend aber keineswegs.

Offenbach-Post

Wieder einmal gelingen dem jungen Regisseur Daniel Foerster und seinem Team bewegende 90 Minuten zwischen einem Lachen, das im Halse stecken bleibt, und Verzweiflung. Nach betroffener Stille großer verdienter Applaus!

Strandgut

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© 2020 By Daniel Foerster